Tierarztpraxis Holt
Dr. Kathagen, Dr. Riecken, Dr. Sixt
Hehnerholt 105
(Zufahrt über Fockestraße)
41069 Mönchengladbach

Telefon: 0 21 61 / 59 00 40
Telefax: 0 21 61 / 54 04 17
Öffnungszeiten
Mo - Sa: 10.00 - 12.00 Uhr
Mo - Fr: 16.00 - 18.00 Uhr
weitere Termine nach Vereinbarung



Tierarztbesuch mit der Katze? – Kein Problem!

Katzen sind von Natur aus sehr revierbezogene Tiere. Aus diesem Grund ist es für eine Katze immer stressig, wenn sie aus ihrer gewohnten Umgebung geholt wird. Das Einsteigen in die Transportkiste und die Autofahrt zur Praxis sind ebenfalls erhebliche Stressfaktoren, die auf Ihren Stubentiger einwirken, lange bevor es überhaupt zu einer tierärztlichen Untersuchung kommt.
Um diesen Stress möglichst gering zu halten, ist es ratsam, die Katzen schon im jungen Alter an die Transportbox zu gewöhnen. Diese sollte der Katze dauerhaft als möglicher Rückzugsort im Alltag zur Verfügung stehen, damit keine grundsätzliche Abneigung entsteht. Das freiwillige Einsteigen in den Katzenkorb kann trainiert werden, indem man die Katze mit Hilfe von Leckerchen oder einem Spielzeug in die Box lockt. Funktioniert das gut, kann nun die Tür zunächst für einige Sekunden, später auch über ein paar Minuten geschlossen werden. Wichtig hierbei ist ebenfalls die positive Verknüpfung durch bspw. Futter. Wenn Ihre Katze auch das gut toleriert und entspannt bleibt, können Sie als nächsten Schritt die geschlossene Transportkiste durch die Wohnung tragen, zum Beispiel zum frisch gefüllten Futternapf. Auf diese Weise lernt Ihre Samtpfote, dass in der Box getragen werden immer einen positiven Effekt für sie hat.

Auch die Wahl der richtigen Transportbox spielt eine sehr wichtige Rolle. Die Box sollte sich sowohl von oben, als auch von vorne öffnen lassen, und das möglichst geräuscharm. Die Möglichkeit, die Transportbox in Ober- und Unterteil zu zerlegen, hat den Vorteil, dass die Katze sehr stressarm „ausgepackt“ werden kann. Außerdem kann die Katze so auch während der Untersuchung in der gewohnten Unterschale sitzen bleiben, in der sie sich meist deutlich sicherer fühlt als frei auf dem Untersuchungstisch.
Die Box sollte nicht zu groß sein, da Katzen enge kleine Höhlen bevorzugen. Ihre Samtpfote sollte stabil mit Anlehnung an mindestens einer Wand in der Kiste sitzen können, ohne dass sie beim Tragen zu sehr herumgeschaukelt wird. Die Transportbox sollte mit einer dicken, vertraut riechenden Decke oder Handtuch ausgelegt werden, worin sich die Katze bei Bedarf verstecken kann.
Bei ängstlichen und grundsätzlich bei allen reinen Wohnungskatzen empfiehlt es sich, die Kiste zusätzlich abzudecken, um die Katze vor den Reizen der Umwelt abzuschirmen. Weidenkörbe eignen sich nicht für einen Tierarztbesuch, denn wenn Tierarzt, Helfer oder auch Besitzer durch die nur kleine Öffnung greifen, fühlt sich die sowieso schon verunsicherte Katze auch noch bedroht, da man ihr den einzigen Fluchtweg versperrt. Gerade bei etwas wehrhafteren Stubentigern ist hier die Verletzungsgefahr besonders hoch.

In der Tierarztpraxis angekommen stellen Sie Ihre Katze im Wartezimmer bitte nicht auf den Boden, sondern auf die Bank neben sich. Der etwas erhöhte Platz bietet Schutz vor neugierigen Hunden und gibt der Katze ein sichereres Gefühl.
Sollte Ihr Stubentiger in der Vergangenheit auf manche (oder alle) Untersuchungen mit starker Gegenwehr reagiert haben, weisen Sie uns bitte vor der Behandlung darauf hin, damit wir uns besser auf Ihr Tier einstellen und Verletzungen bei allen Beteiligten vermieden werden können. Wir tun alles, um den Tierarztbesuch für Sie und Ihre Katze so stressarm wie möglich zu gestalten!

Vor allem im Mehrkatzenhaushalt kann es außerdem nach einem Ausflug in die Tierarztpraxis zu Problemen kommen. Durch fremde Gerüche, die an der Katze haften oder auch Verbände, Halskrausen usw. ist es möglich, dass die Katze von ihren Partnertieren nicht sofort erkannt wird und es so zu Aggressionen innerhalb der Gruppe kommt. Aus diesem Grund sollte die Katze, die gerade aus der Tierarztpraxis kommt, noch für einen kleinen Augenblick in ihrer Transportbox bleiben, damit sie und die anderen Katzen sich in aller Ruhe beschnuppern können. Kommt die Katze nach einem längeren stationären Aufenthalt wieder nach Hause ist es sogar ratsam, die Tiere eine Zeit lang komplett räumlich zu trennen, bis die heimgekehrte Katze wieder den vertrauten Gruppengeruch angenommen hat.